So werden Träume wahr!

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Sie haben sich mit der Röstmaschine einen Lebenstraum erfüllt: Manfred Dieckmann (l.) und Jörg Hartwich.

 

Es gibt nicht viele Menschen, die es schaffen, ihre Träume wahr zu machen und damit dann auch noch andere Menschen in Traumwelten zu schicken. Die Kaffeeträumer aus Bremen, Manfred Dieckmann und Jörg Hartwich, gehören zu dieser seltenen Sorte. Seit dem Jahr 2000 haben sie an ihren Träumen vom häuslichen Kaffeerösten gebastelt und seit 2003 gibt es den „Kaffeeröster“, der in der Wohnung einerseits den tollen Duft von frisch geröstetem Kaffee verbreitet, der andererseits Kaffeebohnen liefert, aus denen sich ganz besonders aromatischer Kaffee aufbrühen lässt.

Der Weg der beiden Kaffeeträumer war keineswegs vorgezeichnet. Als der im Mai 1952 in Oeftinghausen geborene Manfred Dieckmann 1968 nach der Schule einen Ausbildungsplatz suchte, landete er eher zufällig bei der Bremer Firma W. B. Michaelsen & Co, die Kaffee, Tee und Tabak importierte. Hier reifte er zum Außenhandelskaufmann, der sich mehr und mehr für den Kaffeeimport interessierte. Es folgten Bundeswehr und eine Anstellung bei der Bremer Silberwaren AG, wo er für den Import von Edelmetallen aus der ganzen Welt zuständig war. Seine Prüfungsergebnisse waren dann der Grund für die Kaffeefirma Eduscho, ihn ab 1974 für den Kaffeeimport zu beschäftigen.

Der im April 1966 in Bremen geborene Jörg Hartwich ließ sich nach seinem Schulabschluss an der Bremer Uni zum Elektroinstallateur ausbilden, machte danach bei der Post eine Zusatzausbildung als Energieanlagen-Elektroniker – und erhielt dann wegen seines guten Ausbildungsabschlusses einen Anruf von der Firma Eduscho. Als mittlerweile verantwortlicher Elektromeister übernahm er 1995 bei der Firma Eduscho den Fachbereich Produktion, später war er als elektrotechnischer Koordinator für die gesamte Haustechnik und Produktion zuständig.

In den letzten drei Jahren vor dem unternehmerischen „Aus“ für Eduscho, der Übernahme durch Tchibo, kamen sich die beiden Kaffeeträumer bei der Qualitätssicherung näher und legten den Grund für ihr heutiges Miteinander.

Manfred Dieckmann hatte die Idee vom häuslichen Rösten und Jörg Hartwich kam sehr bald zu dem Schluss, dass dieser Traum technisch realisierbar ist. So taten sich die beiden zusammen, als die Bremer Firma Eduscho aufgelöst wurde. Ende 2003 endlich waren sie soweit und stellten ihre Entwicklung auf der Hannovermesse vor. Den Durchbruch gab es aber im Oktober 2004, als ihr Röster auf der Nürnberger Erfinder-Messe eine der wenigen Goldmedaillen erhielt. Die Berichte darüber lösten eine Nachfrage-Welle aus, die dafür sorgte, dass große Mengen Rohkaffee im Lagerhaus im Hafen aufgetürmt werden mussten.

Ohne ihre Leidenschaft für den Aroma Kaffee wäre der „goldene“ Start beim Verkauf des Kaffeerösters und des Rohkaffees ins Stocken geraten. Schließlich entschieden sich die beiden, den Verkauf selbst in die Hand zu nehmen und dafür das Internet zu nutzen. So eroberten sie inzwischen die Welt und sorgen in über 7000 Haushalten auf allen Kontinenten für tollen Kaffee-Duft und Kaffee-Genuss. „Wir sind in Deutschland klarer Marktführer“, versichern Manfred Dieckmann und Jörg Hartwich gemeinsam. Es gibt zwar noch andere Röstmaschinen für den Hausgebrauch, aber in keiner kann zu diesem Preis auch nur annähernd die Menge von 300 Gramm in einem Vorgang geröstet werden. Dramatisch teurer sind sie fast immer, und vorbehandelte Rohkaffeebohnen, die einen anschließenden magenschonenden Genuss gewährleisten, bietet außer den Bremer Kaffeeträumern niemand. „Da bin ich froh, dabei zu sein“,

findet Marc André

Wer die Kaffeeträume noch anreichern will, ist eingeladen, einen Kommentar zu schicken